18. Elmshorner Stadtlauf   23.09.2018

Wir haben für Euch einige Anekdoten, von den letzten 13 Jahren Stadtlauf, zusammengetragen. Vieles trägt zum Schmunzeln bei...


Elmshorner Stadtlauf im Zeitraffer


2000

„Ein Marathon in Elmshorn, das wär doch was“ regte die damalige Geschäftsführerin Bengta Reich, vom Stadtmarketing Verein Elmshorn, bei LG-Mitglied Siegfried Konjack eine Laufveranstaltung in der Elmshorner Innenstadt, an. Die Idee fiel auf fruchtbaren Boden und Olaf Seiler, vom Vorstand der Leichtathletikgemeinschaf Elmshorn, übernahm mit einer Planungsgruppe die Organisation eines Stadtlaufs und zeitgleich den Posten des Organisationschefs.


2001


Am 30.09.2001 ist die Stadtlauf-Premiere mit 1.250 Läufern. 60 Prozent der Teilnehmer an der Breitensportveranstaltung kommen aus Elmshorn. Unter ihnen ist auch die Schirmherrin des Stadtlaufs, Elmshorns Bürgermeisterin Dr. Brigitte Fronzek. Die Ausgabe der Startnummern erfolgt in der „Weißen Villa“ und die Zeitnahme wird noch per Hand abgewickelt. Die Spitzenzeiten der Top-Läufer finden erstmals in der DLV-Bestenliste Erwähnung.

Bei Dauerregen werden die Aktiven vom Schwimm-Olympiateilnehmer Heiko Hell und Elmshorns „Lauflegende“ Bruno Ostermann auf den 5-km-Rundkurs durch Elmshorns Innenstadt geschickt. Durch die Ereignisse des 11. September 2001 in New York ist die Stimmung im Vorfeld gedämpft. Daher entschließen sich die Veranstalter unter den Zuschauern für die New Yorker Feuerwehrmänner zu sammeln. Es kommen ca. 2.000 DM zusammen.

Dr. Ernst Thies, Chefarzt der Elmshorner Regio Klinik, führt den Lions-Team-Cup ein. In diesem Wettbewerb auf der 10 km-Langstrecke sind nur Elmshorner Institutionen oder Unternehmen startberechtigt. In jedem Team läuft mindestens eine Frau mit. In zwei verschiedenen Wertungen erlaufen sich die Teams eine Siegesprämie von 1000 Euro. Davon müssen sie die Hälfte karitativ verwenden. Oder um es auf die Kurzformel zu bringen: Schwitzen, siegen und helfen.

Wahrzeichen des Elmshorner Stadtlaufs ist der Start- und Zielturm in der Schulstraße. Der nach dem Sponsor benannte „Sottmann –Turm“ wird Freitagmorgen zwischen 4.00 Uhr und 7.00 Uhr aufgebaut und nach dem letzten Siegerehrungen am Sonntagnachmittag wieder abgebaut.


2002

Zwei Elmshorner Sportlegenden schicken in diesem Jahr die Läufer auf die Strecke. Der dreifache Olympiamedaillengewinner im Vielseitigkeitsreiten, Herbert Blöcker, gibt den Startschuss für den 5-Kilometer-Lauf ab. Der ehemalige Langläufer Gusch Nordhausen schickt die Läufer über die 10-Kilometer-Distanz auf die Strecke.

Die vierte Auflage der Laufveranstaltung wird unter dem Motto „Elmshorn rennt“ durchgeführt und trifft damit den Nerv der Elmshorner. Denn es gibt einen neuen Melderekord. Insgesamt gehen 1350 Läufer und Walker an den Start. Darunter ist auch Elmshorns Bürgermeisterin Dr. Brigitte Fronzek. Sie übernimmt nicht nur die Schirmherrschaft für den Elmshorner Stadtlauf, sondern läuft beim 5-Kilometer-Lauf mit.

Wegen Sielarbeiten müssen die Organisatoren des Stadtlaufs den Streckenverlauf gegenüber den Vorjahren geringfügig ändern. In diesem Jahr wird der Lions Team Cup das erste Mal ausgetragen.

Die Stadt Elmshorn unterstützt Hamburgs Bewerbung als Austragungsort für Olympische Spiele und würde im günstigsten Fall selbst Spielstätte werden. Deshalb hängt bei den Aufbauarbeiten für die Laufveranstaltung eine große Olympiafahne im Zielbereich am Sottmannturm. Bei einem Fototermin wirbt die Fahne noch für das ehrgeizige Projekt. Später ist sie verschwunden und muss als Diebesgut abgeschrieben werden.

Ein Youngster eilt den Läufern auf der Kurzstrecke davon: der Elmshorner Leichtathlet Matthias Brandemann, der in der B-Jugend (15-16 Jahre) startberechtigt ist, siegt mit neuem Streckenrekord. Er absolviert die fünf Kilometer lange Runde durch die Elmshorner Innenstadt in 16:40 Minuten.

Der Radiosender NDR Welle Nord attestiert den Macher des Stadtlaufs Olympiareife. „Wäre ein IOC-Mitglied in Elmshorn vor Ort gewesen, hätte Elmshorn sicher Punkte für die gemeinsame Bewerbung mit Hamburg gemacht“, urteilt der NDR-Reporter.

 

2003


Die Organisatoren des Stadtlaufs zeigen sich experimentierfreudig und bieten einen Schnupperlauf über 2,5 Kilometer ohne Zeitnahme an. Die Resonanz ist wenig ermutigend, da sich nur 100 Läufer für diese Distanz entscheiden. Es bleibt ein einmaliges Experiment.

 

2004

 

Die zehnjährige Lara Seiler wird zum Maskottchen des Stadtlaufs. Anstelle ihren Geburtstag mit Freunden bei einer Party zu feiern, sieht sie lieber ihren Eltern bei der Veranstaltung zu. Denn ihr Vater ist der Organisations-Chef Olaf Seiler, der sich wie all die Jahre zuvor auch dieses Mal wieder intensiv mit der Laufveranstaltung beschäftigt hat. Statt zu feiern flitzt Lara beim Kinderlauf mit.

Für den Stadtlauf gibt einen neuen Melderekord. Die Teilnehmerzahl wächst auf 2260 Teilnehmer an. Ganz Norddeutschland hat die Chance den Stadtlauf mitzuerleben, denn der NDR berichtet im Fernsehen und Radio live aus der Krückaustadt.

Der Elmshorner Leichtathlet Matthias Brandemann ist wieder in Rekordlaune. Der A-Jugendliche (17 bis 18 Jahre) verbessert seine Zeit auf der Kurzstrecke und läuft die fünf Kilometer in 16:35 Minuten.

 

2005


Die Teilnehmerzahl ist auf 2.500 angewachsen und die überfällige elektronische Zeitmessung wird eingeführt. Die Hochsprung-Olympiasiegerin von 1992, Heike Henkel, absolviert einen Trainings-Nachmittag mit dem Nachwuchs der LG Elmshorn und feuert am Stadtlauftag den Startschuss ab.

Die Startnummernausgabe zieht aus der „Weißen Villa“ in die Realschule am Probstenfelde um. Wegen der steigenden Teilnehmerzahlen wird der Streckenverlauf geändert.

 

2006

Hamburg ist „Feuer und Flamme für Olympia 2012“, Elmshorn soll als Mitbewerber Austragungsort für die Baseballspiele werden. Daher soll am Sottmann-Turm eine Olympia-Flagge hängen. Tut sie aber nicht, denn sie wird gestohlen und taucht nie wieder auf.

Dem Veranstaltungsmoderator werden ebenfalls 30 Musik-CDS aus der „Weißen Villa“ entwendet.


2007

Melderekord für den Elmshorner Stadtlauf. Bei der Großveranstaltung starten 3085  Sportler.

Unter dem Motto „Run for Loitotok“ nehmen Jugendliche aus der Elmshorner Thomaskirchenemeinde am 5-km-Lauf teil und sammeln mit der Spendendose unter den Zuschauern für die kenianische Partnergemeinde.

 

2008

1050 Läufern und Läuferinnen haben sich dabei für die 5-Kilometer-Runde entschieden und bescheren den Veranstaltern einen neuen Melderekord auf dieser Distanz. Dazu gehören auch die 43 Familien aus der Familienwertung. Das Internet spielt beim Meldeverfahren erstmals eine größere Rolle. Insgesamt gehen erneut mehr als 3000 Teilnehmer an den Start.

Gemeinsam mit ihrem Pastor Klaus Michael Täger reist eine Jugendgruppe von der Thomaskirche zur kenianischen Partnergemeinde Loitoktok. Sie hilft dort beim Bau eines Schulsportplatzes und nimmt dorthin unter anderem ausgediente Startnummern des Stadtlaufes und Stoffbeutel mit der Aufschrift Helgoland Marathon als Spenden mit. Die Startnummern werden bei der Sportplatzeinweihung erstmals in Afrika genutzt.


 

 

2009

 

 

Der Stadtlauf findet parallel zur Bundestagswahl statt. Daher geben die beiden Bundestagsabgeordneten Dr. Ole Schröder aus Halstenbek und Dr. Ernst Dieter Rossmann aus Elmshorn erst nach ihren Läufen beim Stadtlauf ihre Stimmen ab und widmen sich ihren politischen Aufgaben erst wieder nach dem Sport.

Der Trubel auf der Schulstraße ist unüberhörbar. Der Westwind sorgt dafür, dass die Musik und Moderationen bis zur Badeanlage am Krückaupark wahrgenommen werden können.

Die Kielerin Anke Tiedemann überquert zum fünften Mal als Siegerin des 10-Kilometer-Laufs die Ziellinie. Beim Zieleinlauf strahlt die Langstreckenläuferin mit dem Brillanten an ihrem Schneidezahn um die Wette.

 

2010

 

Der Stadtlauf ist im Radio. Vor der Laufveranstaltung zeichnet die NDR Welle Nord bei einem Organisationstreffen der LG Elmshorn ein Wunschkonzert auf. Am Mikrofon berichten Sportler, Helfer und Organisatoren den Vorarbeiten und ihren Erwartungen an die Laufveranstaltung. So rühren sie ordentlich die Werbetrommel für den Stadtlauf, bei dem der Radiosender erneut live dabei ist.

Beim Jubiläums-Stadtlauf steht das Thema Herz und Herzerkrankungen im Mittelpunkt einer Gesundheitsmesse am Tag der Startnummern-ausgabe. Daher ziehen die Stadtlaufhelfer mit den Startnummern und Stadtlauf-T-Shirts in den Kollegiumssaal des Elmshorner Rathauses um.

Der Jubiläums-Stadtlauf wird ebenso wie die Premiere eine Regen-veranstaltung. Zwar sind Helfer und Sportler nach dem Lauf bis auf die Knochen durchnässt, aber der Stimmung tut dies keinen Abbruch. Vielmehr empfinden nur die wenigsten Sportler das Wetter als störend. Die meisten genießen den Dauerregen eher als Abkühlung.

Maya Rehberg vom SC Rönnau 74 sorgt dafür, dass der Elmshorner Stadtlauf seinen Niederschlag in der Bestenliste des Deutschen Leichtathletik Verbandes findet. Die 16-jährige verbesserte nämlich bei ihrem Sieg über die 10-km-Distanz den schleswig-holsteinischen Landesrekord der B-Jugendlichen um 59 Sekunden auf 37,06 Minuten.


 

2011

Jeden Freitag vor dem Stadtlauf bauen die fleißigen Helfer in den frühen Morgenstunden den Sottmannturm im Start- und Zielbereich auf. Er befindet sich in der Schulstraße auf Höhe der Fußgängerampel zwischen dem Rathaus und der ehemaligen Realschule am Propstenfeld. Doch dieses Mal, so berichten die Elmshorner Nachrichten, sorgt der Aufbau für Rätselraten. So meint ein Passant, dass der Turm wohl wegen des Geburtstags des Buttermarktes errichtet werde. Ein kleiner Junge vertritt dagegen die Theorie, dass der Turm wohl zum Schutz von Kleingetier beim Überqueren der vielbefahrenen Straße diene. Dabei orientiere man sich wohl an den Krötentunneln, die im Frühjahr zum Schutz von Kröten, Fröschen und Igeln angelegt werden.

Am Stadtlauf nehmen bei herrlichem Spätsommmer-Wetter etwas weniger Läufer und Walker als im Jubiläumsjahr teil. 2700 Teilnehmer gehen dieses Mal an den Start.

Falk Vehling vom TSV Kronshagen/Kieler TB verbessert den Streckenrekord über die 10-Kilometer-Distanz. Seine Zeit: 31:28 Minuten. Die Geschwister Stig und Maya Rehberg von der SV Rönnau 74 laufen in ihren Jahrgängen schleswig-holsteinischen Landesrekord über die Kurzstrecke.

Karen Paysen vom nordfriesischen TSV Langenhorn ist dieses Mal die schnellste Frau im 10-Kilometer-Lauf. Sie überquert die Ziellinie nach 36:44 Minuten ohne die beiden Männer, die sie auf der Distanz im Schlepptau hatte. Ihren Zielsprint kommentiert Paysen mit den Worten: „Als Frau hat man schließlich sein eigenes Niveau.“


2012

Prominente Unterstützung beim Startschuss: Die 21-jährige Isabell Gülck aus Horst gibt als amtierende Miss Germany den Startschuss für die Langstrecke. Die gebürtige Elmshornerin ist gelernte Sport- und Fitnesskauffrau und hat bereits als Cheerleaderin der Maniacs die American Footballer der Fighting Pirates im EMTV angefeuert. Jetzt wird sie nach dem Lauf von Fans und Footballern umlagert und muss Autogramme geben.

Die SV Lieth geht beim Stadtlauf mit 230 Startern mit speziellen T-Shirts als Spendensammler für ihr Kunstrasenprojekt an den Start. Sie sind in allen Läufen vom 600 Meter-Kinderlauf über die 1,5 Kilometer, die fünf Kilometer bis zur Langstrecke vertreten, da Kinder, Jugendliche, Eltern, Betreuer und Trainer mitlaufen. Zuvor hatten sich die Sponsoren verpflichtet bei 200 Startern für mindestens 1000 Kilometer gelaufene Strecke geradezustehen. Schließlich kommen die Liether sogar auf eine Laufleistung von 1072 Kilometern. Als flankierende Maßnahme verteilen die Fußballer zudem Flyer, richten einen Infostand ein und stellen eine Spendenbox auf.


2013

 

„Die Nachwuchsläuferin Anna Gehring ist die Überraschung beim Lauf über die fünf Kilometer. Mit ihrem Sieg bei den Frauen hat kaum jemand gerechnet und dann stellt die 17-jährige Läuferin vom SC Itzehoe auch noch einen neuen Streckenrekord auf. Sie bleibt knapp unter den 17 Minuten und schafft die Runde durch die Elmshorner Innenstadt in 16:53 Minuten.“

Die rundum gelungene Laufveranstaltung bleibt weiter beliebt bei den Elmshornern. Sie wählen den Stadtlauf bei der Leserwahl der Elmshorner Nachrichten zum vierten Mal in Folge zum Event des Jahres.

Auch das noch!

In einem Jahr war ein Stecker der elektronischen Zeitnahme defekt, sodass die Ergebnisse erst mit 4 Stunden Verspätung präsentiert werden konnten.

 „Strecke zu kurz“: Durch eine Unachtsamkeit wurden ca. 100 m der Laufstrecke gekappt, sodass ein neuer Streckenrekord annulliert werden musste.

Direkt vor der Siegerehrung im Probstenfeldpark wurde der Verlust der Pokale der Stadt Elmshorn vermeldet. Wer konnte damit etwas anfangen? Die „Ersatzpötte“ wurden nachgereicht.